Geschäftsentwicklung
Basierend auf weiterhin günstigen Bedingungen für die Bauindustrie in Deutschland hat die Westag & Getalit AG den Umsatz auf Halbjahresbasis nochmals um 1,7 % auf 113,5 Mio. € steigern können (Vorjahr 111,6 Mio. €).
Schwieriger zeigte sich die Situation in den Auslandsmärkten unserer Gesellschaft. In weiten Teilen Europas spitzte sich die Konjunkturkrise immer weiter zu. Vor diesem Hintergrund ist positiv festzustellen, dass unsere Exportumsätze mit 25,0 Mio. € bei einem leichten Rückgang von 1,6 % (Vorjahreswert 25,4 Mio. €) weitgehend gehalten werden konnten. Infolge der unterschiedlichen Entwicklungen in Deutschland und im Ausland sank die Exportquote auf 22,0 % (Vorjahr 22,7 %).
Die Sparte Sperrholz/Schalung verzeichnete einen spürbaren Rückgang der Nachfrage unserer Kunden, der Umsatz sank um 7,7 % auf 16,8 Mio. €.
Die Sparte Türen/Zargen konnte aufgrund ihrer Marktstellung und des attraktiven Produktspektrums mit 5,5 % Anstieg auf 55,6 Mio. € die Umsätze wiederum ausweiten.
Nach einem etwas verhaltenen Jahresstart steigerte die Sparte Laminate/Elemente den Umsatz leicht um 1,1 % auf 37,7 Mio. €.
Das Ergebnis vor EE-Steuern nach sechs Monaten Geschäftstätigkeit betrug 4.488 T€ und lag damit um 12,0 % unter dem Vorjahreswert von 5.102 T€. Bei einem leichten Umsatzanstieg und sich stabilisierenden Rohstoffpreisen haben wir einmalige Sonderbelastungen aufgrund von größeren Problemen beim Zuliefermaterial zu verkraften gehabt. Der Jahresüberschuss je Aktie liegt für die Stammaktie bei 0,55 € (Vorjahr 0,63 €). Für die Vorzugsaktie beträgt der Wert 0,61 € (Vorjahr 0,69 €).
Für das aktuelle Geschäftsjahr gehen wir von einem Gesamt-Investitionsvolumen in Höhe der Abschreibungen von gut 10 Mio. € aus. Ein wesentliches Investitionsvorhaben in 2012 ist der Abschluss der in 2011 begonnenen Errichtung der neuen Kantenbearbeitungsanlage für Türen. Diese wurde im April 2012 erfolgreich in Betrieb genommen. Ein weiteres Vorhaben ist der Aufbau eines neuen Gas-Blockheizkraftwerks als integriertem Teil der bestehenden Kraft-Wärme-Kopplungsanlage.
Die Anzahl unserer Mitarbeiter hat sich im ersten Halbjahr 2012 leicht um 1,6 % auf 1.282 erhöht.
Ausblick
Die Konjunkturentwicklung für die deutsche Bauwirtschaft zeigt aktuell noch keine Anzeichen einer Abschwächung. Komplizierter ist die Situation im Ausland. Dort zeigen sich massive Konjunkturprobleme und die Erwartungen für die Zukunft deuten keinesfalls auf eine Besserung hin. Vor allem im Baubereich hat die Krise mittlerweile auch Frankreich und die Niederlande erfasst. Unter dem Strich rechnen wir aufgrund des hohen Inlandsanteils unserer Absätze für den Gesamtumsatz trotzdem mit einem Wachstum.
Auf die Ergebnisentwicklung wirkt sich neben dem Umsatz vor allem das Preisniveau der von uns bezogenen Rohstoffe aus. Hier konnten wir zuletzt eine gewisse Entspannung verzeichnen, wenn auch auf hohem Niveau. Sollte sich diese Tendenz bei gleichzeitigem Anhalten der vorteilhaften Absatzmarktbedingungen fortsetzen, dann liegt ein Jahresergebnis im Bereich des Vorjahres-Niveaus weiterhin im Rahmen der Möglichkeiten.